Einrasten
Der Magnet: was woran einrastet, wie nah du herankommen musst und welche Werkzeuge sich daran halten.
Das Einrasten zieht das, was du ziehst, auf eine nahe Rasterlinie, einen Eckpunkt oder eine Kante, damit Formen genau aufeinandertreffen statt beinahe. Es besteht aus einem Hauptschalter und drei Quellen und ist aus, bis du es einschaltest.
Einschalten
Die Magnetschaltfläche in der Werkzeugleiste ist der Hauptschalter. Sie beginnt ausgeschaltet, und deine Wahl bleibt über Sitzungen hinweg erhalten. Daneben sitzt ein kleiner Pfeil, der die Einrastoptionen öffnet: Raster, Eckpunkt und Linie, darunter Alles auswählen, um alle drei auf einmal einzuschalten.
| Option | Standard | Woran sie einrastet |
|---|---|---|
| Einrasten | Aus | Der Hauptschalter: ist er aus, gilt nichts von dem, was darunter steht |
| Raster | An | Der nächste Rasterschnittpunkt beim aktuellen Rasterabstand |
| Eckpunkt | An | Jeder Punkt jeder sichtbaren Formebene |
| Linie | Aus | Die nächstgelegene Stelle auf einem sichtbaren Pfadsegment |
Wie nah nah genug ist
Der Einrastradius beträgt 8 Bildschirmpixel und nicht 8 Dokumentpixel. Weil er auf dem Bildschirm gemessen wird, macht Einzoomen das Einrasten genauer statt eifriger: Bei 800 % decken diese 8 Pixel ein Achtel der Dokumentstrecke ab, die sie bei 100 % abdecken.
Alle drei Quellen werden gleichzeitig durchsucht, und der nächstgelegene Anwärter gewinnt. Ein Eckpunkt, der einen Pixel näher liegt als eine Rasterlinie, schlägt die Rasterlinie also.
Welche Werkzeuge einrasten
Das Einrasten greift dort, wo du etwas positionierst:
- Verschieben, während du Ebenen ziehst
- Transformieren, während du den Körper der Auswahl ziehst, aber nicht beim Skalieren, Drehen oder Verschieben des Ankers
- Zeichenstift, sowohl beim Setzen eines Punktes als auch beim Ziehen seiner Anfasser
- Knoten, siehe unten, denn dafür gelten eigene Regeln
- Rechteck, Ellipse, Polygon, Stern und Linie, jeweils am Anfang und am Ende des Ziehens
Alles Übrige übergeht den Magneten vollständig. Bleistift, Pinsel, Radierer, Wischen, Messer, Füllen, Auswahlrahmen, Zauberstab, Pipette und Verlauf rasten nie ein. Malwerkzeuge sollen deiner Hand folgen.
Einrasten am Knoten und Verschweißen
Das Knoten-Werkzeug nutzt den gemeinsamen Radius nicht. Ziehst du einen Eckpunkt, rastet er innerhalb von 14 Bildschirmpixeln an jedem Eckpunkt und jeder Kante jeder sichtbaren Formebene ein, wobei der gezogene Eckpunkt selbst und seine beiden angrenzenden Kanten außen vor bleiben. Ein eingerasteter Eckpunkt landet genau auf seinem Ziel, statt den Abstand zu behalten, an dem du ihn gegriffen hast, und das Ziel wird mit einem bernsteinfarbenen Ring markiert.
Schaltest du in den Knotenoptionen Verschweißen ein, ist dieses Einrasten auch bei ausgeschaltetem Magneten aktiv und beschränkt sich auf Eckpunkte. Kanten ziehen dann nicht mehr an. Verschweißen bestimmt außerdem, was beim Loslassen geschieht: Ist es an, verschmelzen zwei Eckpunkte strukturell, sobald du den einen auf dem anderen ablegst.
Einrasten beim Knochen
Das Knochen-Werkzeug hat seinen eigenen Magneten, wieder getrennt von dem in der Werkzeugleiste. Sein Kästchen zum Einrasten, das es nur im Bearbeiten-Modus gibt, zieht die Enden eines Knochens innerhalb von 15 Bildschirmpixeln auf den Anfang oder das Ende eines anderen Knochens. Während du einen neuen Knochen zeichnest, bekommst du dasselbe Einrasten auf Wunsch, indem du Strg hältst. Wo bereits eingerastet ist, gewinnt das Einrasten gegen die Winkelbeschränkung mit Umschalt.
Ohne Einrasten arbeiten
Das Einrasten ist eine Positionierhilfe und kein System aus Zwangsbedingungen. Es schreibt nie Geometrie um, die du nicht ziehst, und hinterlässt in der Datei keine Spur. Landet eine Form partout nicht dort, wo du sie haben willst, schalte den Magneten für diesen einen Zug aus, statt dagegen anzukämpfen. Die Schaltfläche ist einen Klick entfernt, und die Einstellung übersteht einen Neustart.