Video exportieren
Datei ▸ Exportieren ▸ Video (MP4/WebM) schreibt MP4, MOV, animiertes WebP oder WebM, jeweils mit den Optionen für Codec, Alpha, Bitrate, Ton und Timecode, die das Format wirklich unterstützt.
Ein Dialog deckt alle vier Container für bewegte Bilder ab, und seine Formatauswahl entscheidet über alles andere auf der Seite. Der Menüeintrag heißt Video (MP4/WebM), aber MOV und animiertes WebP stehen in derselben Liste.
Fang mit Durchsuchen an: Das Feld Ausgabe ist nur zum Lesen, und Exportieren bleibt abgeschaltet, bis ein Ziel feststeht. Die Endung wird für dich angehängt, und änderst du danach das Format, wird sie neu geschrieben.
Die vier Formate
| Format | Codec | Alpha | Ton | Bitratensteuerung |
|---|---|---|---|---|
| MP4 | H.264 oder HEVC (H.265) | Nein | Ja, AAC | Ja, oder automatisch |
| MOV (QuickTime) | Verlustfreie PNG-Bilder | Ja, gerade | Nein | Keine, jedes Bild ist verlustfrei |
| WebP (animiert) | WebP | Ja | Nein | Keine, feste Qualität |
| WebM (VP9) | VP9 | Ja | Nein | Nur automatisch |
MOV ist die sicherste Übergabe an eine Kompositionssoftware und mit Abstand die größte Datei: Jedes Bild liegt als vollständiges verlustfreies PNG darin, ein paar Sekunden HD ergeben also Hunderte von Megabyte. WebM ist das kleine Format mit Transparenz. Animiertes WebP taugt fürs Web und gibt dir überhaupt keine Kontrolle über die Qualität.
Codec und Kanäle
Die Zeile Codec erscheint nur bei MP4, denn die anderen Container haben genau einen Codec. H.264 spielt überall; HEVC (H.265) ergibt bei gleicher Qualität kleinere Dateien, und weniger Abspieler nehmen es an. Der Codec fällt bei jedem Öffnen des Dialogs auf H.264 zurück.
Kanäle wählt zwischen RGB und RGB + Alpha. Bei MP4 ist die Auswahl ausgegraut und auf RGB festgesetzt, denn weder H.264 noch HEVC trägt einen Alphakanal. Wählst du RGB + Alpha, erscheint eine Zeile Farbe mit Direkt und Vormultipliziert. Was du wann nimmst, steht unter Alpha und Transparenz.
Auflösung, Vorgabe und Bildrate
Breite und Höhe beginnen bei deiner Leinwandgröße, auf eine gerade Zahl abgerundet, und werden beim Export erneut auf gerade Werte gezwungen: MP4 und WebM verlangen das. Das Feld nimmt bis zu 7680 mal 4320 an. Die Kettenschaltfläche Seitenverhältnis sperren ist ab Werk an.
Die Vorgabe füllt die beiden Felder mit einer gängigen Größe (1920x1080, 1280x720, 3840x2160, 1080x1920, 1080x1080 oder 640x480), und Eigene lässt sie in Ruhe. FPS beginnt bei der Bildrate des Projekts und nimmt 1 bis 120 an.
Bitrate
Die Bitrate steht in Megabit je Sekunde und erscheint nur bei MP4. Auf 0 gelassen liest sie sich als automatisch, was ungefähr 0,1 Bit je Pixel und Sekunde ergibt und danach zwischen 2 und 40 Mbit gehalten wird, also etwa 5 Mbit für 1080p bei 24 fps. Heb sie an für Korn, feine Strichzeichnung oder viel Bewegung; die Obergrenze liegt bei 400.
WebM bemisst sich auf dieselbe Weise selbst, ganz ohne Regler auf der Seite. MOV und animiertes WebP übergehen die Bitrate vollständig. Wie der Codec fällt auch die Bitrate bei jedem Öffnen des Dialogs auf automatisch zurück.
Ton
Audio einschließen ist ab Werk an und erscheint nur bei MP4, denn keiner der anderen drei Container kann eine Tonspur halten. Jede Audioebene im Bildbereich wird zuerst zusammengemischt und danach als eine AAC-Spur mit 48 kHz in Stereo geschrieben, bei etwa 192 kbit.
Die Timecode-Überlagerung
Unter Überlagerung brennt Timecode eine SMPTE-Anzeige im Format HH:MM:SS:FF in jedes Bild, gezählt ab Bild 0 des Projekts mit der Bildrate des Exports. Ein Bereich, der bei Bild 48 beginnt, startet seinen Timecode also bei 00:00:02:00 und nicht bei null. Die Lage ist ein Raster aus 3 mal 3 Ankern, wobei die Mitte untätig ist, und steht ab Werk unten rechts. Gezeichnet wird sie als weiße Schrift auf einer dunklen Pille, damit sie auf jedem Material lesbar bleibt, und sie gehört zum Bild: Später abschalten lässt sie sich nicht.
Der Timecode ist eine Überlagerung allein fürs Video. Die Dialoge für Bild, Sequenz, Sprite-Sheet und GIF bieten ihn nicht.
Die Vorschau und der Start des Renderns
Die rechte Hälfte des Dialogs spielt den gewählten Bereich mit der Bildrate des Projekts ab und hat eine eigene Transportleiste, du kannst Ausschnitt, Bereich und Hintergrundfarbe also prüfen, bevor du dich festlegst. Vorschauen mit Alpha liegen auf einem Schachbrett.
Exportieren schließt den Dialog und übergibt an das Fortschrittsfenster, das unter Exportieren beschrieben ist. Kann der Codec überhaupt nicht starten, etwa bei einem nicht verfügbaren Format oder einem Pfad ohne Schreibrecht, bleibt der Dialog einfach offen, und es entsteht keine Datei.