Übergänge
Der Übergang formt die Bewegung zwischen zwei Keyframes. Hier steht, was die neun Vorgaben tun, welcher Keyframe die Änderung besitzt und an welchen vier Stellen du sie einstellst.
Zwei Keyframes geben dir einen Anfang und ein Ende. Der Übergang entscheidet über alles dazwischen: ob die Ebene langsam losläuft und schnell ankommt, ausrollt, oder still hält und im letzten Moment umspringt.
Der Übergang steckt im Keyframe und bestimmt den Abschnitt, der von ihm wegführt. Wähl den ersten eines Paares, um zu ändern, wie sich die Bewegung dazwischen anfühlt: Der letzte Keyframe eines Kanals hat nichts nach sich, sein Übergang zeigt sich also nicht.
Die Vorgaben
| Vorlage | Was die Bewegung tut |
|---|---|
| Linear | Gleichbleibendes Tempo von einem Keyframe zum nächsten. Der Standard. |
| Weich ein (quad.) | Beginnt stehend und nimmt Fahrt auf |
| Weich aus (quad.) | Beginnt schnell und kommt zur Ruhe |
| Weich ein/aus | Läuft an beiden Enden weich, durchweg sanft |
| Halten / Stufe | Überhaupt keine Bewegung: Der Wert hält und springt beim nächsten Keyframe |
| Kubisch ein | Ein kräftigeres Anlaufen als Quad |
| Kubisch aus | Ein kräftigeres Auslaufen als Quad |
| Kubisch ein-aus | Ein kräftigeres Anlaufen und Auslaufen |
| Eigene Bézier | Eine Kurve, die du selbst mit zwei Anfassern formst |
Eigene Bézier beginnt mit einer sanften auslaufenden Form und wird in dem Bedienfeld Übergänge oder im Kurveneditor bearbeitet. Ihre Anfasser lassen sich über die Enden des Abschnitts hinausziehen, und genau so bekommst du Vorbereitung und Überschwingen ohne zusätzliche Keyframes.
Kanäle ohne Übergänge
Umschalter und Z-Reihenfolge stufen von Natur aus: Sie tragen einen ganzzahligen Wert, der keinen sinnvollen Zwischenwert hat, sie halten also und springen, und ihre Zeilen bieten kein Übergangsmenü. Dasselbe gilt für Ein-aus-Schalter und ganzzahlige Effektparameter.
Wo du sie einstellst
Vier Stellen schreiben Übergänge, und sie unterscheiden sich darin, wie weit die Änderung reicht. Nimm die, deren Reichweite zu dem passt, was du meinst.
Die Auswahl in der Kopfzeile der Zeitleiste
Am schnellsten für eine Änderung im Ganzen. Sie ist abgeschaltet, solange kein Keyframe ausdrücklich ausgewählt ist. Sie greift nicht das an, was zufällig unter dem Abspielkopf liegt.
- Ein Keyframe auf einer Parameterzeile: nur dieser Keyframe.
- Ein Keyframe auf einer Unterspur: nur dieser Kanal. Bei einem zweiachsigen Kanal wie Position oder Skalierung werden alle Achsen zugleich gesetzt.
- Eine Raute auf der Hauptzeile der Ebene: jeder auf diesem Bild Kanal mit Keyframe, samt Stil-, Effekt- und Knochenparametern.
Das Untermenü Übergänge im Kontextmenü
Dieselben neun Vorgaben, beschränkt auf die Zeile, die du mit der rechten Maustaste angeklickt hast. Von einer Ebenenzeile aus gilt es für jeden Kanal jedes ausgewählten Bildes dieser Ebene. Von einer Unterspur oder Parameterzeile aus gilt es für diesen einen Kanal auf diesem einen Bild.
Das Bedienfeld Übergänge
Eine eigene Bedienfeld für den zuletzt bearbeiteten Keyframe, mit der Vorgabenliste und einer Bézier-Fläche, um eine eigene Kurve von Hand zu formen. Wie sie entscheidet, auf welchen Keyframe sie zeigt, steht auf der Seite zur Bedienfeld Übergänge.
Der Kurveneditor
Wähl eine Vorgabe aus seiner Werkzeugleiste, zieh die Tangentenanfasser direkt auf der Kurve, oder nimm die Schaltflächen Linear, Weich und Scharf für Tangenten mit einem Klick. Das ist die genaue Stelle, und die einzige, die dir das Ergebnis beim Arbeiten als Kurve zeigt. Siehe Kurveneditor.
Aus der Praxis
- Setz Weich aus (quad.) auf den ersten und Weich ein (quad.) auf den zweiten Keyframe nur dann, wenn du eine Pause dazwischen willst; ein einzelnes Weich ein/aus auf dem ersten ist meist das, was du meinst.
- Eine Pose, die schwebend wirkt, ist fast immer Linear, wo sie Kubisch aus sein sollte.
- Der Übergang ändert das Timing nicht. Stimmt die Bewegung auch danach nicht, verschieb den Keyframe.