Die 3D-Ansicht
Ein Schalter in der oberen Leiste hebt Ebenen mit eigenem 3D-Schalter von der flachen Seite auf eine flache Tiefenbühne. Gedacht ist das für Parallaxe und Kamerafahrten, nicht als 3D-Modellierung.
Die Modusgruppe in der oberen Leiste des Arbeitsbereichs hat drei Felder: FX, Kameraansicht und 3D. Schaltest du das dritte ein, rutscht die ganze Szene auf eine flache 3D-Bühne. An deiner vorhandenen Grafik ändert sich nichts, nur daran, wie du sie ansiehst und anordnest. Beim ersten Einschalten setzt die App die Kameratiefe auf 1, sofern sie noch auf 0 stand, damit die Multiplane-Parallaxe sofort etwas zu zeigen hat.
Was eine Ebene zu einer 3D-Ebene macht
Eine Ebene verlässt die flache Seite erst, wenn du ihren eigenen 3D-Schalter einschaltest, also den Punkt in ihrer Zeile in der Zeitleiste oder den Eintrag 3D-Ebene in ihrem Kontextmenü. Der Schalter gilt dann für den ganzen Teilbaum dieser Ebene. Zeilen für Kamera und Knochen haben keinen.
Eine 3D-Ebene wird in der Tiefe ihrer Position Z gerendert und lässt sich über Drehung X und Drehung Y neigen. Beides sind eigene Keyframe-Kanäle, getrennt von der gewöhnlichen 2D-Drehung. Schiebst du Position Z nach hinten, verschiebt sich die Ebene beim Schwenken der Kamera weniger; neigst du sie um X oder Y, wirkt sie wie eine im Raum geneigte Karte statt wie ein flacher Ausschnitt.
Zwei Blickweisen
Ist die Kameraansicht aus, siehst du frei auf die Bühne, und zwar durch eine eigene orthografische Kamera, unabhängig von der Kamera der Szene. Du umkreist sie, indem du mit der linken Maustaste im leeren Raum ziehst. Unten links sitzt eine kleine Achsenanzeige: Ein Klick auf ihre rote, grüne oder blaue Kugel springt direkt auf diese Achse.
Schaltest du die Kameraansicht ein, blickst du stattdessen durch die tatsächliche Kamera der Szene, in voller Perspektive und auf die Leinwand kadriert. Das Umkreisen ist dann gesperrt, denn genau das kommt später beim Rendern heraus.
Eine 3D-Ebene bewegen
Wähle eine 3D-Ebene der obersten Stufe aus, und es erscheint ein Gizmo, das sich mit der Drehung der Ebene mitneigt. Das Verschieben-Werkzeug zeigt nur Pfeile zum Verschieben: X und Y in der Ebene selbst, Z entlang ihrer Tiefe. Wechselst du zum Transformieren-Werkzeug, bekommt dasselbe Gizmo zusätzlich Drehringe um die eigene X-, Y- und Z-Achse sowie Anfasser zum Skalieren. Jedes Ziehen setzt beim Loslassen automatisch einen Keyframe.
Was das hier nicht ist
Eine 3D-Modellierung findest du hier nicht: kein Mesh-Import, kein OBJ und kein glTF, keine Geometrie zum Modellieren. Eine 3D-Ebene bleibt flache 2D-Grafik, und die 3D-Ansicht entscheidet allein darüber, wo in der Tiefe sie liegt und wie sie geneigt ist. Der gesamte Unterbau bleibt ein 2D-Renderer. Das hier ist eine gemeinsame Projektionsbrücke, um Ebenen und Kamera in der Tiefe zu stellen, und keine 3D-Engine.