Photoshop-Dateien importieren
Wie eine PSD-Datei in Ebenen und Gruppen zerlegt wird, welche Mischmodi den Weg überstehen und was Photoshop alles halten kann, das nicht mitkommt.
Datei ▸ Importieren ▸ PSD… liest ein Photoshop-Dokument und baut es hier als Ebenen wieder auf, statt es zu einem Bild zu verflachen. Celas Studio liest das Format selbst, eine Photoshop-Installation oder ein Zusatzmodul braucht es dafür nicht.
Das ganze Dokument kommt unter einer Gruppe an, die nach der Datei benannt ist, und liegt so, dass die Photoshop-Leinwand mittig auf deiner sitzt. Verschiebst oder skalierst du diese Gruppe, bleibt die Grafik zusammen.
Was worauf abgebildet wird
| In Photoshop | In Celas Studio |
|---|---|
| Eine Pixelebene | Eine Bildebene |
| Ein Ordner | Eine Gruppenebene, die Verschachtelung bleibt erhalten |
| Ebenenname | Ebenenname, auch mit nichtlateinischen Zeichen |
| Ebenendeckkraft | Ebenendeckkraft |
| Ausgeblendete Ebene | Ausgeblendete Ebene |
| Eine verflachte Datei ohne Ebenendaten | Eine einzelne Bildebene namens Background |
Jede importierte Ebene behält ihre eigenen Pixel in ihrer eigenen Größe und Lage, und diese Pixel liegen danach in deinem Projekt. Nach dem Import brauchst du die PSD-Datei nicht mehr, und nichts, was du hier tust, wird in sie zurückgeschrieben.
Mischmodi
Zwölf Mischmodi aus Photoshop haben eine unmittelbare Entsprechung und kommen mit.
| Photoshop | Celas Studio |
|---|---|
| Multiplizieren | Multiplizieren |
| Negativ Multipliz. | Negativ Multipliz. |
| Ineinanderkopieren | Ineinanderkopieren |
| Abdunkeln | Abdunkeln |
| Aufhellen | Aufhellen |
| Farbig abwedeln | Farbig abwedeln |
| Farbig nachbelichten | Farbig nachbelichten |
| Hartes Licht | Hartes Licht |
| Weiches Licht | Weiches Licht |
| Differenz | Differenz |
| Ausschluss | Ausschluss |
| Linear abwedeln (Hinzufügen) | Plus |
Alles andere wird zu Normal, auch Durchgriff auf einem Ordner. Modi ohne Gegenstück hier, also Farbton, Sättigung, Farbe, Luminanz, Strahlendes Licht, Lineares Nachbelichten und die übrigen, kommen als Normal an. Eine Ebene, die auf so einen Modus baute, sieht deshalb falsch aus, bis du von Hand einen anderen wählst.
Was der Leser annimmt
- Dokumente in RGB und Graustufen
- Dateien mit 8 und 16 Bit, wobei 16 Bit beim Import auf 8 Bit heruntergerechnet wird
- Ebenendaten roh, RLE- und ZIP-komprimiert, auch in der vorhergesagten Fassung
- Leinwände von 1 bis 30000 Pixeln Kantenlänge
Was nicht mitkommt
Photoshop hält vieles, das in einer 2D-Animationsszene kein Gegenstück hat. Alles Folgende fällt still weg, ohne Warnung beim Import.
- Dateien im Großformat (.psb): der Import wird rundweg abgelehnt
- Dokumente in CMYK, Lab, indizierten Farben, Duplex und Bitmap sowie Tiefen von 1 und 32 Bit
- Ebenenmasken: eine maskierte Ebene kommt voll deckend an, die verborgenen Teile sind wieder zu sehen
- Schnittmasken: die beschnittene Ebene kommt als gewöhnliche Ebene an
- Einstellungsebenen: sie tragen keine Pixel und kommen deshalb als leere Gruppen an
- Ebeneneffekte und Ebenenstile: Schlagschatten, Konturen, Schein, abgeflachte Kanten
- Smartobjekte: nur ihre gerasterten Pixel kommen an, nicht das Objekt
- Bearbeitbarer Text: Text kommt als Pixel an und lässt sich nicht neu tippen
- Hilfslinien, Pfade, Farbprofile und Mischbereiche
So wird der Import sauberer
- Rastere in Photoshop die Smartobjekte und Textebenen, die du als Grafik behalten willst.
- Wende jede Ebenenmaske, Schnittmaske und jeden Ebenenstil an oder verrechne sie, wenn du das Aussehen brauchst.
- Wandle das Dokument nach RGB mit 8 Bit um und speichere es als .psd statt als .psb.
- Importiere hier und bau die Teile, die du animieren willst, als eigene Ebenen wieder auf.