Doku Zeichnen & Malen

Pixelmodus

Der Pixelmodus richtet jede Form, Füllung und Kontur an einem projektweiten Pixelraster aus, damit aus den Vektorwerkzeugen echte, knackige Pixelart wird.

Pixelmodus und Pixelgröße stehen in den Projekteinstellungen. Der Pixelmodus ist ab Werk aus, und die Pixelgröße steht auf 10 Dokumentpixeln, wählbar zwischen 1 und 512. Das ist das Zeichenraster des Projekts selbst und hat nichts mit dem Anzeigeraster zu tun, das du in den Einstellungen zur Ausrichtung einblenden kannst.

Das Raster auf der Leinwand folgt Ansicht ▸ Raster anzeigen wie jedes andere Raster und wird nicht erzwungen, nur weil das Projekt im Pixelmodus ist. Der Pixelmodus selbst kostet außerdem nicht mehr Zeichenzeit als die gewöhnliche Ansicht.

Das Raster rastet im Zellenraum ein

Der Pixelmodus richtet nicht bloß das aus, was du auf dem Bildschirm siehst. Er legt vorher fest, wo Pfade, Konturbreiten und Verläufe im Raum des Rasters tatsächlich landen, noch bevor irgendetwas gezeichnet wird. Deshalb liegt dieselbe Zeichnung immer auf denselben Pixeln, egal wie weit du hinein- oder herausgezoomt hast, statt sich leicht zu verschieben, weil sich die Rundung im Bildschirmraum mit dem Zoom ändert.

Kantenglättung je Ebene

Die Kantenglättung ist eine Eigenschaft jeder Form- und Vektorebene und ab Werk an. Sie entscheidet, wie eine Zelle des Pixelrasters aufgelöst wird, sobald der Pixelmodus läuft:

  • An: Jede Zelle mischt sich zur Durchschnittsfarbe dessen, was sie bedeckt, und ergibt damit weiche Alpha im Maßstab des Pixelrasters
  • Aus: Jede Zelle ist entweder ganz deckend oder ganz leer und nimmt die Mehrheitsfarbe in ihrem Inneren. So entsteht keine blasse Naht dort, wo Füllung und Kontur sonst zu einem Mittelwert verschwimmen würden

Füllung und Kontur rasten in zwei getrennten Durchgängen mit eigenen Schwellen ein. Eine dünne Kontur verschwindet dadurch nicht bei einer Alpha, bei der eine gefüllte Fläche noch zählen würde.

Effekte und Masken

Eine Ebene mit aktiven Effekten rastet einmal ein, am fertigen Ergebnis des Effekts, statt vorher die nackte Form darunter einrasten zu lassen. Eine maskierte Ebene rastet Füllung, Kontur, die Maskenform selbst und jede über die Maske hinauslaufende Kontur gemeinsam ein: nur einen Teil davon einzurasten würde Kanten weich machen, die hart bleiben sollen.

Effektausgabe wird gemittelt eingerastet und nicht mit einer Schwelle beschnitten, deshalb bleibt ein Schatten ein Verlauf und ein Leuchten eine Rampe. Was herauskommt, ist die abgestufte Fassung dieses Verlaufs, genau so, wie ein Leuchten in Pixel-Art von Hand gezeichnet wird, und keine harte Farbplatte. Deckkraft liest sich damit wieder als Deckkraft, und die Größe eines Effekts zu erhöhen lässt ihn wachsen statt schrumpfen.

Das Einrasten des Pixelmodus läuft im Renderer selbst und ist kein reiner Vorschautrick für den Bildschirm. Das knackige Raster, das du auf der Leinwand siehst, landet also genauso im gerenderten Bild, im Export und im Artwall-Upload. Jedes davon hat früher stattdessen das weiche Vektorbild gerendert, das ist behoben.

Bei extremem Zoom oder auf einer sehr großen Leinwand fällt Celas Studio auf ein gewöhnliches Einrasten im Bildschirmraum zurück, statt einen Pixelrasterpuffer aufzubauen, der zu groß für den praktischen Gebrauch wäre.

Formebenen und ganze Rigs funktionieren im Pixelmodus unverändert. Am Zeichnen, an Knochen und an der Animation ändert sich nichts. Anders wird nur die Art, wie Füllungen, Konturen und Effekte auf dem Raster aufgelöst werden.

Dieselbe gebogene Form im Pixelmodus, einmal mit eingeschalteter Kantenglättung und weicher Alpha an den Rasterkanten, einmal ohne und mit harten, voll deckenden Zellen.